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Kühles Bier, heiße Tage: So übersteht deine Bordbatterie den Sommertörn

Kühles Bier, heiße Tage: So übersteht deine Bordbatterie den Sommertörn

Der Einlauf-Samstag ist geschafft, die Crew hat den Supermarkt leergekauft und kistenweise warme Getränke sowie Vorräte in den Kühlschrank gepresst. Draußen hat es über 30 °C. Jetzt beginnt die Zerreißprobe für das Bordnetz: Der Kompressor des Kühlschranks läuft im Dauerbetrieb, während die Verbraucherbatterien Höchstleistungen erbringen müssen.


Der Samstags-Effekt: Warum der Kühlschrank zum Energiefresser wird

Warme Lebensmittel im Kühlschrank wirken wie ein großer Wärmespeicher. Bei Sommertemperaturen schaltet der Kompressor kaum noch ab und zieht kontinuierlich 4 bis 6 Ampere. Wer direkt nach dem Einkauf die Leinen wirft und in die erste Ankerbucht segelt, saugt die Verbraucherbatterien meist schon in der ersten Nacht gefährlich leer.

  • Der Profi-Tipp für Tag 1: Bleibe die erste Nacht (Samstag auf Sonntag) im Marina-Hafen an der Steckdose! Das gibt dem Kühlschrank die nötige Zeit und Energie, um die massiven Mengen an warmen Mitteln und Getränken bei unbegrenztem Landstrom komplett herunterzukühlen. So startest du am Sonntag mit eiskaltem Inhalt und zu 100 % geladenen Batterien in die Ankerwoche.

  • Praxis-Trick für die Übergabe: Solange das Boot am Samstag im Hafen am Kabel hängt, den Kühlschrank auf maximale Stufe stellen. Ist die Grundkälte im System erst einmal aufgebaut, verbraucht der Kompressor in den folgenden Tagen vor Anker nur noch einen Bruchteil der Energie.

  • Schrittweise nachfüllen: Getränke nach Möglichkeit vorgekühlt kaufen oder warme Flaschen immer nur stückweise nachlegen, damit die Temperatur im Innenraum konstant bleibt.


  • Die Energiequellen im Vergleich

Quelle

Ladeleistung & Effizienz

Vor- und Nachteile im Törnalltag

Landstrom (Hafen)

Hoch (vollständige Kennlinien-Ladung)

Vorteil: Lädt Akkus zu 100 % voll und schont das System.


Nachteil: Nur in Marinas verfügbar; schränkt das freie Ankern ein.

Lichtmaschine (Motor)

Mittel (meist unvollständig)

Vorteil: Lädt verlässlich beim Ablegen und Revierwechsel.


Nachteil: Im Leerlauf in der Bucht ineffizient, laut und umweltschädlich.

Solarzellen (PV)

Konstant (ertragsabhängig)

Vorteil: Lautlose, kontinuierliche Nachladung tagsüber vor Anker.


Nachteil: Stark abhängig von Modulgröße, Ausrichtung und Bewölkung.

Strom-Taktik für eine Woche vor Anker

  • Spannung im Blick behalten: Herkömmliche AGM- oder Gel-Batterien sollten nie unter 12,2 Volt (ca. 50 % Restkapazität) entladen werden, um dauerhafte Schäden zu vermeiden.

  • Auskühl-Phasen nutzen: Den Kühlschrank während der Motorfahrt oder bei voller Sonneneinstrahlung kälter stellen und nachts etwas herunterregeln.

  • Motorstunden gezielt nutzen: Kurze Motorfahrten laden Akkus nur oberflächlich auf. Besser ist es, die tägliche Fahrtzeit zur Bucht zur gezielten Nachladung zu nutzen.



    Ich wünsche dir viel Freude beim Planen und eine unvergessliche Zeit auf dem Wasser!

    Wenn Du Fragen zu diesem Thema hast kontaktiere uns unter office@easy-yachtcharter.at oder ruf Skipper Ernst +43 676 913 79 76

 
 
 

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